Machbarkeitsstudie zum geplanten
EU-Projekt

„Österr.-ungar. Wassertourismus Netzwerk“

AUFTRAGGEBER:
Leitha Wasserverband I
August 2009


BEARBEITUNG:
SCHABL & PARTNER OEG
Dipl.-Ing. ANTON SCHABL
Dipl.-Ing WOLFGANG KUSCHÉ

INGENIEURBÜRO FÜR LANDSCHAFTSÖKOLOGIE UND
LANDSCHAFTSGESTALTUNG
Dipl.-Ing. ROMAN IVANCSICS


 

KURZFASSUNG:

 


Beginnend mit dem Fall des Eisernen Vorhanges hat sich die ehemalige Grenzregion zu einem Zentralraum Europas entwickelt, der seit dem Beitritt Ungarn und der Slowakei zum Schengenabkommen praktisch grenzenlos ist. Dies stellt die Basis für eine Reihe von „grenzenlosen“ Initiativen dar. Eine davon ist der Aufbau eines touristischen Angebotes zur Befahrung der Leitha mit dem Kanu bzw. Paddelboot bis zur Mündung in die Mosonidonau.


Zielsetzung:


Durch Aufbau entsprechender Infrastruktureinrichtungen mit Schwerpunkt im Bereich des Leitha Wasserverbandes I (mit den Gemeinden Gattendorf, Zurndorf, Pama, Deutsch-Jahndorf und Nickelsdorf) soll die Leitha und die wunderschönen Leithaauen, auf umweltschonende Art touristisch zugänglich zu machen. Damit soll ein Impuls für den Tourismus in diesem Gebiet gesetzt werden. Als Zielgruppe sollen Naherholungssuchende aus den nahe gelegenen Ballungszentren, Urlauber der Region Neusiedlersee/Seewinkel, für die eine Bootsfahrt auf einem Fluss ein Zusatzangebot darstellt, aber auch passioniert Flusswanderer, die auch mehrtätige Touren z.B. bis Györ machen können, angesprochen werden. Weiters soll die lokale Bevölkerung (auch Schülergruppen, Vereine, Firmen) durch dieses Angebot emotional stärker an den Fluss gebunden werden.
Die Einbindung der Behördenvertreter, Stakeholder und potenzieller Unternehmen soll über eine Plattform erfolgen, die je nach Themenschwerpunkt unterschiedlich besetzt wird. Die Koordination obliegt einem beteiligten Projektpartner, der die operationelle Durchführung an einen externen Koordinator weitergeben kann.


Projektentwicklung:


Ausgehend von einer Bestandsanalyse hinsichtlich naturräumlichem Potenzial, kulturellem Potenzial, bestehenden Infrastruktureinrichtungen, Verkehrsanbindungen, Partnerschaften u.ä.m., soll mit einem Minimum an Eingriffen in die natürlichen Gegebenheiten und unter maximaler Ausnutzung bestehender Einrichtungen und Initiativen ein attraktives Angebot zur verstärkten Nutzung der Leitha als Flusswanderstrecke entwickelt werden.


Die Eckpunkte des erarbeiteten Realisierungskonzeptes umfassen:

  • Einrichtung eines lokalen Projektmanagements
  • Einrichtung einer Informationsstelle – über die Laufzeit des Projektes hinaus
  • Einrichtung eines Stützpunktes in Gattendorf
  • Anschaffung einer Basisausstattung (Boote, Anhänger, Zubehör)
  • Ausbildung von Guides, die sowohl als Bootsführer als auch Naturpädagogen geschult sind
  • Marketing (Webseite, Broschüren etc.)
  • Land- und flussseitiges Leitsystem (Hinweistafeln)
  • Errichtung von Anlegestellen und Naturbeobachtungsplattformen in den Gemeinden.


Die notwendige personelle Ausstattung betrifft die Informationsstelle bzw. deren personelle Besetzung gliedert sich in die Projektkoordination und die über die Projektlaufzeit hinausgehende Informationsstelle sowie Guides zur Abhaltung geführter Flusswandertouren.
Die Kostenabschätzung wurde nach Personalkosten, Dienstleistungen (Werkverträge), Anschaffungen und Bauaufträge strukturiert.
Die Finanzierung soll über ein grenzüberschreitendes EU-Projekt erfolgen.
Die wichtigsten Elemente für einen Projektantrag wie Partner, Laufzeit, Arbeitspakete und Budgetentwurf sind in den Hinweisen für die Antragstellung dargestellt.