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Projektvorhaben "Inneres Salzkammergut"

Schutzfunktionales Ökologie-Monitoring und multifunktionelle Landnutzungsplanung im Hinblick auf die Sicherung vor Naturgefahren und die Stabilität der historischen Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Inneres Salzkammergut.

Problemstellung
Mit dem UNESCO-Welterbe-Gebiet "Historische Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein / Salzkammergut" besteht nun die einzigartige Möglichkeit, den Wald als in dieser Region wichtigstes Element der Kulturlandschaft einer dahingehenden umfassenden Analyse zu unterziehen und darauf aufbauend eine Entwicklung festzulegen. Dabei wird für den Bannwald Hallstatt – als so genannter "Hot Spot" in dieser Region – ein konkretes Modell im Hinblick auf die Sicherung vor Naturgefahren entwickelt, welches in Bezug zur Darstellung von Entwicklung und Sanierungsmöglichkeiten für die forstwirtschaftlich genutzten Flächen in der Zielregion – der oberösterreichische Anteil des Welterbe-Gebietes (als übergeordnete Ebene) – und Abstimmung auf die UNESCO-Kriterien der Historischen Kulturlandschaft steht.

Methodischer Ansatz
In Anlehnung an die Prinzipien der im FTD- Konzept über "Zukunftsstrategien für den Schutz vor Wildbächen, Lawinen und Erosion" (BMLF, 1991), wonach u.a. die Intensivierung der naturräumlichen Kenntnisse in den Einzugs- und Risikogebieten, die schutzfunktionale Raumplanung sowie verbesserte Öffentlichkeitsarbeit als besondere Schwerpunkte ausgewiesen sind, sowie aufgrund des inzwischen aufgebauten Erfahrungspotentials aus Regionalstudien wurde der nachstehend detailliert beschriebene methodische Ansatz entwickelt. Bedingt durch die besondere Situation des UNESCO-Welterbe-Gebietes, bei dem Hallstatt – und damit auch der Bannwald Hallstatt – im Zentrum steht, besteht gleichzeitig die Möglichkeit, Ergebnisse der Arbeit – sowohl für den Bannwald als auch für die Region -– in den von der UNESCO geforderten Pflegeplan einzubringen.

Somit liegt der Entwicklung des methodischen Ansatzes liegt ein 2-Ebenen-Modell zugrunde:

  • der Bannwald Hallstatt als Pilotebene und sogenannter "Hot Spot" mit seinen Problembereichen als massiv gefährdeter Bannwald, welcher sich aber gleichzeitig im Zentrum der Kernzone des UNESCO-Welterbe-Gebietes befindet, und
  • die Region "Inneres Salzkammergut" (oberösterreichischer Anteil) als regionale Übersicht (Teilbereich des UNESCO-Welterbe-Gebietes), wobei Parameter der Pilotebene modellhaft in die regionale Übersicht eingehen, um eine entsprechende Rückkoppelung für die Einordnung des "Hot Spot" in das Gesamtsystem zu erhalten. Die beiden Ebenen sind daher interaktiv zu betrachten.

Leitbildentwicklung
Für die Formulierung landschaftlicher Ziele wird folgende Vorgangsweise vorgeschlagen, die in weiterer Folge auszuarbeiten ist:
1. Darstellung von Nutzungskonflikten zwischen den einzelnen Freiraumfunktionen
2. Entwicklung von sektoralen Entwicklungszielen innerhalb der einzelnen Freiraumfunktionen
3. Formulierung eines harmonisierten landschaftlichen Zielsystems für die Entwicklung und Pflege der "Welterbe-Region"
4. Entwicklung landschaftspflegerischer Grundsätze für die Entwicklung der Region als freiraumbezogener Beitrag zum UNESCO- Pflegewerk
5. Umsetzung in den Örtlichen Entwicklungskonzepten, in Landschaftsplänen und als Grünordnungsplan in der Bebauungsplanung
6. Monitoring zur Prüfung der Zielerfüllung

Maßnahmen
Für die einzelnen Teilbereiche des Projekts, den Bannwald Hallstatt und die Gesamtregion wurden konkrete Maßnahmenkataloge entwickelt und in Form von Matrizen dargestellt.
Organisatorische Hilfsmittel zur Verwaltung und Visualisierung der Datenbestände wurden erstellt, bzw. deren Verwendung vorgeschlagen. Auf die Querverbindungen zum Managementplan für das UNESCO-Weltkulturerbe-Gebiet wurde dabei besonderer Wert gelegt.


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